Mo
19
Jul
2010
Sie läuft und läuft
Nein, noch nicht frei. Aber an einer Hand und an allen Möbeln, Wänden, was auch immer nach ein bißchen Sicherheit aussieht. Aber noch lieber mag sie es Treppen hochzulaufen, oder noch besser, wenn Mama sie denn lässt, ganz allein hochzukrabbeln.
Gestern waren wir im Zittauer Gebirge. Besser gesagt in Jonsdorf. Denn wir wollten ins Gebirge laufen, doch leider mussten wir feststellen, dass viele Wege mit einem Kinderwagen leider nicht begehbar sind. Also muss eine Trage her, doch bis wir die haben beschränken wir uns auf die Sonntagsspazierwege. Da kann dann selbst Salome aus ihrem Kinderwagen aussteigen und ein paar Schritte laufen. An einer Hand, natürlich.
Bisher sind wir mit einem Paar Schuhe ausgekommen. Drinnen, draußen - immer waren ihre Robeez dabei. Doch gestern merkten wir nach einer halben Stunde, dass diese Schuhe nicht unbedingt zum draußen laufen geeignet sind, nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte. Also müssen auch neue Schuhe her. Mit fester Sohle. Aber natürlich wieder von Robeez. Die sind einfach die Besten. Sagen Eltern und Fussmediziner, heißt Podologen. Aber zum Glück hat Salome ja bald Geburtstag.
Dann ist die Kleine schon so groß. Und läuft, und läuft und läuft.
Sa
24
Apr
2010
Der Schnuller
Den Schnuller, auch bekannt als Hutti, kennen wohl fast alle Eltern kleiner Kinder. Oft liegen gleich mehrere von diesen bunten Plastikteilen in der Wohnung verstreut herum. Beim Wickeltisch, im Bett, in der Krabbelecke, am Esstisch, im Wohnzimmer, in der Wickeltasche, im Kinderwagen - überall da wo das Baby ist oder sein könnte. Denn wer möchte, wenn das Kind ihn denn benötigen sollte, lange danach suchen. Wenn er gebraucht wird, dann jetzt, hier und sofort.
Doch der Schnuller kann noch viel mehr als beruhigen, wovon er im übrigen seinen englischen Namen Pacifier hat. Er dient auch als Lockmittel, als Hindernisüberwinder und zur Mamakommer. Zumindest ist das bei uns der Fall. Möchte ich Salome dazu animieren zu mir zu kommen, ist die schnellste Methode ihr einen Schnuller zu zeigen. Dann setzt sie sich schnurstracks in Bewegung und krabbelt blitzschnell zu mir. Und soll sie ein paar Minuten allein Spielen, verstecken wir ihn in ihrer Bausteinkiste. Denn ihn sich allein wieder in den Mund zu stecken, das hat sie sehr schnell gelernt.
Heute habe ich den Einhang vom Reisebett, mit dem sie als kleines Baby höher liegen konnte, entfernt. Jetzt kann sie wenn der Tunnel geöffnet ist, aus dem Bett krabbeln. Wenn sie sich denn traut! Alles aufmuntern, rufen, ermutigen hat sie nicht interessiert. Doch als ich ihr den Schnuller zeigte, hat sie die 20 cm überwunden und sichtlich Freude daran gehabt. Nachdem ich es ihr zweimal zeigte, hat sie es ganz allein gewagt. Nun dann, auf zu neuen Abenteuern.
Fr
23
Apr
2010
Was schreibt denn da...
Schon lange denke ich darüber nach, endlich wieder mehr zu schreiben. Der Frühling ist ein Zeichen für einen Neubeginn, nicht nur in der Natur, auch in der Psychologie wird oft vom Frühling gesprochen. Nicht umsonst heißt es: Alles Neu macht der Mai. Solange möchte ich nun nicht warten um wieder mit dem Schreiben anzufangen.
Themen habe ich nun inzwischen ja genügend. Was ist extreme Armut? Wie wirkt sich die extreme Armut Einzelner auf die Gesamtheit aus? Warum sollte es uns interessieren? Und dann kann ich euch auch ganz einfach aus unserem Leben erzählen. Wie ist es mit einem Baby und 25 verrückten jungen Erwachsenen auf Tour zu gehen? Wie kann man in JmeM als Familie leben?
Doch wie mit allem anderen ist es auch beim Schreiben, der Anfang, der am schwersten fällt. Und deshalb fange ich einfach einmal an, und warte nicht bis die grünen Blätter wieder braun werden.